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Rettungswachen Wochenende 2

(c) DRK- Reken

Ausrücken wie die Großen

Samstag, 28. September um 8 Uhr morgens. 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 8 Mitglieder des Jugendrotkreuzes im Alter zwischen 12 und 17 Jahren rücken mit ihren Leitern und Betreuern in das Gerätehaus Klein-Reken ein. Gemeinsam absolvieren sie eine Übung über 24 Stunden und schnuppern erstmals ganz realistisch in den Dienst eines Feuerwehrmannes und eines Rettungssanitäters hinein. Zunächst wird im großen Kreis ein Ablaufplan inklusive Fahrzeugeinteilung erstellt, wie er ähnlich auch bei den großen Vorbildern gestaltet sein könnte.

Bevor der normale Tagesablauf mit Unterrichten, praktischen Unterweisungen, der Fahrzeug- und Gerätepflege und natürlich mit entsprechenden Pausen beginnen kann, kommt plötzlich eine Brandalarmierung dazwischen. In Windeseile ziehen die bis in die Haarspitzen motivierten Jugendlichen ihre Einsatzschutzkleidung an, besetzen die Fahrzeuge und rücken mit viel Adrenalin zum ersten simulierten Einsatzort nach Bahnhof Reken aus. Auf dem iglo-Werksgelände hat eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm.

Solche aufregenden Alarmierungen beim Essen, beim Fußballspielen oder auch während eines kurzen Nickerchens wiederholen sich im Laufe des Tages und der Nacht insgesamt 22mal. Es geht  zu Einsätzen in der ganzen Gemeinde, unter anderem zum Mun-Depot und zu einem gestellten Unfall mit drei Schwerverletzten auf dem Bauhof. Am Sonntag um 10 Uhr haben die jungen Leute ihren ereignisreichen 24-Stunden-Dienst dann hinter sich gebracht. Nach einer abschließenden Besprechung geht es wieder nach Hause, geschafft und reichlich müde, aber auch glücklich über die erbrachte Leistung.

„Eigentlich habe ich mit mehr Problemen gerechnet. Unsere Jugendlichen haben in den unterschiedlichsten Situationen aber gezeigt, was sie in den wöchentlichen Unterrichten alles gelernt haben und wie routiniert sie schon sind“, stellt Stefan Niewerth fest, der Gründer und Leiter des Rekener Jugendrotkreuzes. Christian Fiedler, Chef der Jugendfeuerwehr, kann diese Einschätzung seines Kollegen nur bestätigen: „Unser Nachwuchs hat sich prächtig geschlagen, alles gegeben und vieles richtig gemacht. Alle freuen sich schon jetzt auf eine Wiederholung im kommenden Jahr!“ (hh)